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Elektrodenschweißen

Lichtbogenschweißen mit umhüllter Stabelektrode, die zugleich Zusatzwerkstoff und Schutzgas liefert. Weil kein separates Schutzgas nötig ist, bleibt das Verfahren windunempfindlich und damit erste Wahl im Freien.

Systemerläuterung

Beim Elektrodenschweißen (Lichtbogenhandschweißen) wird die Schweißwärme durch den elektrischen Lichtbogen erzeugt. Der Lichtbogen brennt zwischen dem Werkstück und einer abschmelzenden Elektrode. Die Elektrode liefert also gleichzeitig den Zusatzwerkstoff. Die Stabelektrode wird in einen Elektrodenhalter eingespannt und vom Schweißer an der Nahtstelle geführt. Stabelektroden sind im Allgemeinen umhüllt. Die Umhüllung schmilzt ebenfalls ab und schützt durch freiwerdende Gase und als Schlacke das Schmelzbad und den Lichtbogen vor dem Zutritt der Atmosphäre. Nach dem Erkalten des Schmelzbades wird die Schlacke entfernt.

Die Geräte

Geräte mit S-Zeichen können auch unter erhöhter elektrischer Gefährdung eingesetzt werden. Schweißgleichrichter und Inverterschweißgeräte haben besonders gute Schweißeigenschaften und sind daher auch für Sonderelektroden gut geeignet.

Schweissbare Materialien

Fast alle schweißbaren Werkstoffe können mit Stabelektroden geschweißt werden, z. B. Baustahl, Kesselstahl, Röhrenstahl, Stahlguss, Edelstahl, Hartauftragungsstähle.

Die besonderen Vorteile

  • Elektrodenschweißen ist einfach und sicher.
  • Die kompakten Geräte sind problemlos zu handhaben und einfach zu transportieren.
  • Da kein Gas erforderlich ist, kann auch im Freien, selbst bei Wind, geschweißt werden.
  • Die relativ niedrigen Anschaffungskosten ermöglichen den Einsatz in allen Bereichen, von der Industrie über das Handwerk bis zum Heimwerker.
Elektrodenschweißen, Abbildung 1

Wichtige Funktionen

ArcForce:

Moderne E-Hand Inverter wie beispielsweise der BLACKWELD E 160 verfügen über eine ArcForce-Regelung. Als ArcForce-Regelung bezeichnet man die dynamische Anpassung des Lichtbogens. Bei kürzer werdenden Lichtbögen wird der Schweißstrom erhöht. Bedarfsgerechte Reduzierung bzw. Abschaltung des Schweißstroms. Ein Erlöschen des Lichtbogens im Kurzschlussfall und Hohlbrennen der Elektrode wird vermieden.

arcforce regelung

HotStart-Funktion: Ein kurzzeitig erhöhter Schweißstrom beim Start erleichtert das Zünden des Lichtbogens AntiStick: Bedarfsgerechte Reduzierung des Schweißstroms. Diese Funktion verhindert das Ausglühen und „Klebenbleiben“ der Stabelektrode

hotstart antistick regelung

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